Frankreich
Frankreich-Freunde – Familiärer Austausch mit Chemellier

Die Frankreich-Freunde des Sportclub Ibersheim 1953 e.V. pflegen eine ganz besondere Partnerschaft mit Familien aus Chemellier, Frankreich. Dieser familiäre Austausch geht weit über kulturelle Begegnungen hinaus – es entstehen langjährige Freundschaften, die durch gegenseitige Besuche in beiden Ländern gefestigt werden.
Ob in Ibersheim oder in Chemellier, die Treffen sind geprägt von herzlicher Gastfreundschaft, gemeinsamen Aktivitäten und der Freude am kulturellen Miteinander. Die Frankreich-Freunde organisieren regelmäßig diese Besuche, bei denen der Austausch von Sprache, Traditionen und Lebensweisen im Vordergrund steht. Es ist eine wunderbare Gelegenheit, die deutsch-französische Freundschaft auf persönlicher Ebene zu erleben und zu vertiefen.
Wer sich für Frankreich interessiert und Teil dieses besonderen Austauschs werden möchte, ist herzlich eingeladen, den Frankreich-Freunden beizutreten!
Seit März 2002 ist die Frankreichgruppe eine Abteilung des Sportclub Ibersheim.
32 Familien gehören zu dieser Abteilung, wobei fast alle Mitglieder auch in anderen Bereichen des SCI zu finden sind.
Abteilungsleiterinnen sind Doris Wolle, Andrea Schubert, Kerstin Sauer, Selina Pietzko.
Sport hat sicher schon oft zum besseren Kennenlernen und zur Völkerfreundschaft beigetragen.
Hier bei uns ist es der Fußball gewesen, der den Grundstein legte für die Partnerschaft Ibersheim – Chemellier. 1985 ist Eric Perdriau aus Chemellier in Frankreich landwirtschaftlicher Praktikant in Ibersheim gewesen. Als begeisterter Fußballspieler suchte er Kontakt zu Sportlern und wurde von den Spielern in Ibersheim herzlich aufgenommen. Bei seinem Abschied im Dezember 1985 hat er die Ibersheimer in sein Dorf Chemellier eingeladen.
Seither finden jährlich Treffen, abwechselnd in Deutschland und Frankreich, statt.
Diese Besuche sind die Höhepunkte in der Abteilung und erfüllen unsere Partnerschaft mit Leben.
Es sind viele familiäre Bindungen entstanden.
Gruppenfoto 2024
Seit Jahren wünschen wir uns die offizielle Anerkennung unserer Partnerschaft, was leider am Willen der Stadt Worms scheitert. Dennoch sind wir sehr stolz auf diese Freundschaft mit den Bürgern aus Chemellier und sie haben es für uns in Stein gemeißelt:
Nichts macht die Erde so groß,
als Freunde in der Ferne zu haben.
(Henry David Thoreau)
Chemellier 2025 – Freundschaft, Austausch & gute Laune!
Vom 29. Mai bis 1. Juni waren 50 Frankreichfreunde des SC Ibersheim
zu Gast in unserer Partnergemeinde Chemellier.
Nach herzlicher Begrüßung überreichten wir ein großes Insektenhotel und Blumensamen als Geschenk.
Highlights:
- Führung im japanischen Garten Maulévrier
- Besichtigung der Kirche von La Tourlandry
- Besuch einer Mühle & des Weinguts Château De Pimpéan
- Ein unterhaltsamer „deutscher Fernsehabend“ sorgte für viel Applaus!
Am Sonntag hieß es Abschied nehmen – mit der Vorfreude auf 2026:
Dann feiern wir 40 Jahre Freundschaft bei uns in Ibersheim!
16. Mai 2026
Offizielle Anerkennung und Auszeichnung unserer Freundschaft mit Chemellier in Frankreich!

Ansprache, anlässlicher der Baumpflanzung am "Place de Chemellier" in Ibersheim am 16.05.2026:
Gemeinsam Wurzeln schlagen
Hallo zusammen, liebe Gäste, liebe Freundinnen und Freunde aus Chemellier und Ibersheim,
und ganz besonders: Hallo an euch, liebe Kinder und Jugendlichen!
Heute machen wir eigentlich etwas ganz Einfaches:
Wir pflanzen einen Baum. Wir graben ein Loch, setzen ihn hinein, geben ihm Erde, Wasser – und hoffen, dass er gut anwächst.
Aber wir wissen alle: Ein Baum ist mehr als Blätter, Äste und ein Stamm.
Er ist ein gutes Zeichen für das, was uns heute hier zusammenführt.
Denn mit der Freundschaft zwischen unseren Gemeinden ist es wie mit diesem Baum:
Von schönen Reden allein wächst er nicht. Man kann sich nicht danebenstellen, klatschen und hoffen, dass er groß wird.
Ein Baum braucht Pflege. Wenn man sich nicht kümmert, wenn man das Gießen vergisst, dann verkümmert er.
Und genauso ist es mit einer Partnerschaft. Sie lebt nicht von Urkunden und offiziellen Terminen allein.
Sie lebt davon, dass Menschen sich besuchen, dass sie miteinander feiern und einander zuhören.
Ich glaube, viele hier würden sogar sagen:
Aus Freunden ist über die Jahre ein Stück Familie geworden.
Ein Baum braucht dabei keine großen Wunder. Er braucht Sonne, Wasser und Luft.
Auch Freundschaft braucht keine großen Gesten. Sie braucht Herzlichkeit, Ehrlichkeit und Vertrauen.
Wenn wir diesen Baum in einigen Jahren ansehen, wird er Jahresringe haben.
Manche werden breit sein – gute Jahre mit vielen Begegnungen. Manche vielleicht schmaler – wie in der Zeit der Pandemie.
Aber jeder Ring gehört dazu. Der Baum wächst trotzdem weiter. Genau wie unsere Freundschaft.
Ein Baum steht fest – und verändert sich doch. Er bekommt neue Äste und neue Triebe.
Und damit komme ich zu euch, liebe Kinder und Jugendliche: Ihr seid diese jungen Triebe.
Frühere Generationen haben die Wurzeln gelegt, aber weiterleben wird die Partnerschaft nur mit euch:
mit euren Ideen, eurer Neugier und euren Freundschaften.
Ihr seid nicht nur heute dabei. Ihr seid das Morgen dieser Freundschaft.
Darum pflanzen wir heute nicht nur einen Baum. Wir setzen ein Zeichen:
Dass Zusammenhalt wachsen kann. Dass Verständigung wachsen kann.
Dass Freundschaft wachsen kann. Gerade in einer Zeit, in der vieles trennt, ist das wichtiger denn je.
Ich wünsche diesem Baum starke Wurzeln.
Und ich wünsche uns allen, dass wir auch in den nächsten vierzig Jahren viele Gründe haben,
zusammenzukommen und gemeinsam zu feiern.
Vielen Dank.
